Trainingsprogramm für die schnellsten Männer der Welt

Was braucht es, um der schnellste Mann der Formel 1 zu sein? Schauen Sie hinter die Kulissen einer hochmodernen Trainingseinrichtung wie dem McLaren Technology-Zentrum. Wir garantieren Ihnen, Sie werden überrascht sein!

Woche für Woche arbeiten hunderte an Fachmännern unermüdlich daran, dank ihrer genauen Kontrolle, ständigen Optimierung, präzisen Anpassung und einschlägigen Innovationen die beste Leistung aus einigen der komplexesten und großartigsten Maschinen der Welt herauszuholen. Nein, es geht hier nicht um die Autos oder ihre Fahrer.

Bei einem Rennen, das bis zu zwei Stunden dauern kann, wird der Körper eines F1-Fahrers belastet wie bei keinem anderen Sport. Bei jeder Kurve, die der Fahrer auf der Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 240 km/h (150 mph) hinlegt, lasten im Schnitt insgesamt mehrere Tausend Kilo Gewicht auf seinen Armen.

Gleichzeitig wird bei jeder einzelnen dieser 1.250 Highspeed-Kurven eine hohe g-Kraft auf den Fahrer ausgeübt. Diese Belastung, welche die Schwerkraft auf einen Körper ausübt, wenn dieser im Vergleich zum freien Fall eine Beschleunigung erfährt, kann bis zu 5 g betragen. Das ist fünfmal so viel wie die normale Anziehungskraft, die wir alle spüren, wobei die Hauptlast auf dem Nacken und den Schultern liegt.

Aufgrund dieser unglaublich hohen körperlichen Anstrengung kann ein Fahrer 1.400 Kalorien pro Stunde verbrennen und circa 3 kg Körpergewicht in Form von Schweiß bei einem Rennen verlieren. Bei alldem muss er sich unerlässlich zu hundert Prozent l konzentrieren, und zwar nicht nur, um zu gewinnen, sondern aus Sicherheitsgründen und um potential ernsthafte Verletzungen zu vermeiden.

Vor dem Jahr 2004 stellte dies F1-Teams wie das von McLaren noch vor eine große Herausforderung. Es war unmöglich, bei einem normalen Training die Belastung zu simulieren, die beim Fahren eines Formel 1-Rennwagens entsteht.

Aber Technogym hatte eine Idee. Vielleicht wäre es ja möglich, ein maßgeschneidertes F1-Trainingsgerät zu konzipieren, das den Fahrern dabei helfen würde, die erforderliche Kraft zu entwickeln, um der Belastung standzuhalten, der sie in einer langen Saison ausgesetzt sind?

Die Antwort auf das Problem stellt nun das stolze Herzstück des MacLaren-Trainingzentrums dar – der Technogym F1 Trainer.

Dieser maßgeschneiderte „Rennfahrertrainer“ beinhaltet eine Spitzentechnologie, die die enorme Belastung nachahmt, die im Cockpit auf die Arme und den Nacken des Fahrers ausgeübt wird.

Der Fahrer sitzt hier in einer Nachahmung seines eigenen Fahrersitzes. An seinen Helm sind vorne und hinten Kabel angeschlossen. Diese üben einen angularen Widerstand aus, um dem Fahrer zu helfen, sich auf die Belastung vorzubereiten, die bei der schnellen Beschleunigung und Abbremsung des Wagens entsteht, während seitliche Haken den Nackenmuskel trainieren, um den Fahrer in die Lage zu versetzten, auf die Auswirkungen der Zentrifugalkräfte zu reagieren.

Zudem verfügt das Trainingsgerät über ein mit Gewichten belastetes Lenkrad, dessen Nennlast 25 kg beträgt, und es können zusätzliche 2,5 kg Gewichtsblöcke hinzugefügt werden, um die Trainingsbelastung auf die Unterarme entsprechend der Fortschritte des Fahrers zu erhöhen.

Kürzlich hat Technogym das Lenkrad zudem mit einem Mechanismus versehen, der die Gewichtskraft mit einer Vibrationseinrichtung kombiniert, um die ständigen Vibrationen auf der Rennstrecke nachzuahmen.

Der F1 Trainer ist für die Vorbereitung junger Piloten ebenso wie erfahrener Profifahrer auf die extremen Bedingungen eines Rennwochenendes zu einem a unerlässlichen Gerät geworden.

„Der F1 Trainer ist für uns zu einem wesentlichen Bestandteil eines jeden regelmäßigen Trainingsplans geworden, den wir aufstellen“, erklärt David Harvey, Human Performance Manager beim McLaren Technology-Zentrum und der einzige anerkannte Sport- und Bewegungswissenschaftler Großbritanniens, der sich auf die Formel 1 spezialisiert hat.

„Es geht dabei aber nicht nur um die Kraft - wir verwenden den Trainer auch, um den Fahrern zu helfen, sich an die Strecken zu erinnern. Während Sie im Trainer sitzen, bitten wir sie, so gut wie es geht eine Strecke ihrer Wahl zu simulieren, an die sie sich erinnern. Wir stoppen dann die Zeit und vergleichen ihre tatsächliche Rennzeit mit der Zeit bei der Simulation im Trainingsgerät.“

Laut Harvey hat der Trainer von Technogym zu einer großen Veränderung beigetragen. „Bevor wir mit Technogym zusammengearbeitet haben, haben wir Therabänder und Gewichte verwendet. Ehrlich gesagt hat es sich nicht so angefühlt, als seien die Fahrer in einem Spitzentechnologiezentrum, aber jetzt macht die Technologie viel von dem aus, was wir tun, und nun haben wir den F1-Trainer, was viel angebrachter ist. Wir verwenden die beste Ausstattung im ganzen Zentrum.“

Der F1 Trainer ist aber nicht die einzige Innovation, mit der Technogym bei

McLaren für eine Transformation gesorgt hat. Das Potential, das die MyWellness Cloud beim Ferntraining bietet, schafft nicht nur für die Fahrer, sondern für das gesamte McLaren-Team echte Vorteile.

Bei so vielen Mitarbeitern, die große Teile des Jahres über stets unterwegs sind, ist es nicht einfach, diesen ein Wellnessangebot zu bieten, aber die cloudbasierte Fitness-App bietet neue Lösungen.

„Menschen in der ganzen Welt zu trainieren kann ein Albtraum sein, aber wir nehmen diese Herausforderung gern an“, erklärt Harvey.

„Wir haben damit begonnen, die Technogym Cloud zu integrieren. Mit ihrer Hilfe können wir nicht nur unseren Fahrern, sondern dem gesamten Team Trainingsprogramme anbieten. Oftmals sind die Hotels, in denen wir absteigen, mit Technogym-Geräten ausgestattet, und wenn wir wissen, wie ihre Ausstattung ist, bevor wir dort ankommen, können wir für sie ein Programm aufstellen, das sie dann vor Ort durchziehen können. Das ist großartig. Ohne die Technogym Cloud wäre das nicht möglich.“