Reiten und Core-Training

Der Core, oft auch Körpermitte oder Powerhouse genannt, umfasst ein komplexes Muskelsystem, bestehend aus der Beckenbodenmuskulatur, dem quer verlaufenden Bauchmuskel (Musculus transversus abdominis), den Musculi multifidi, dem äußeren und inneren schrägen Bauchmuskel, dem geraden Bauchmuskel (Musculus rectus abdominis), der sakrospinalen Muskelgruppe und dem Zwerchfell. Core-Training verbessert bekanntermaßen die Ausgewogenheit und Kraft der oberen und unteren Gliedmaßen und damit die sportliche Leistung insgesamt.

Core training

In vielen Sportarten, unter anderem beim Reiten, hängt die Leistung von der Stabilität der Core-Muskulatur ab. Insbesondere Jockeys müssen diese Muskulatur trainieren und Stabilität aufbauen, da sie das Pferd über die Muskulatur der unteren Körperhälfte dirigieren und ihm die gewünschten Kommandos (Hilfen) übermitteln. Der Reiter braucht die nötige Kraft, um zum einen „im Sattel zu stehen“ und das Pferd zum anderen durch einen ausreichend starken Muskelstimulus zu lenken. Welches sind dabei die wichtigsten beteiligten Muskeln? Adduktoren, Quadrizeps (Oberschenkelmuskel), Gesäß- und Core-Muskulatur.

Die korrekte Haltung über längere Zeit und das konsequente „Stehen“ im Sattel beim Rennen setzen einen gut trainierten und effizient funktionierenden Core-Bereich voraus. Der Reiter muss daher versuchen, Kraft und Ausdauer dieser Muskelgruppe zu verbessern, um sein Pferd während des gesamten Rennens durch Gewichtsverlagerung und Schenkeldruck dirigieren zu können.

Die Übungen

Es gibt eine Reihe sehr gut geeigneter Übungen für Jockeys, die die Core-Stabilität und damit die Leistungsfähigkeit verbessern. Als Vorbereitung auf die Rennsaison empfehlen wir Übungen mit freien Gewichten auf einer instabilen Oberfläche. Mit solchen Übungen lassen sich Kraft und Stabilität des Core-Bereichs gut trainieren. Hantelübungen mit seitlicher Rumpfbeugung und streckung sind ein einfaches, aber effektives Training zur Stärkung der schrägen Bauchmuskulatur.
Als Spezialtraining für Jockeys eignen sich Übungen, die die besonderen Anforderungen beim Reiten simulieren. Dabei spielt der Gymnastikball als Hilfsmittel eine Schlüsselrolle. Er fungiert als instabile Unterlage und zwingt die Core-Muskulatur, sich anzuspannen – genau wie auf dem Pferderücken. Auf dem Wellness Ball Active Sitting können Jockeys drei grundlegende Übungen ausführen, die die Muskeln ähnlich beanspruchen wie beim Reiten. Bei der ersten und einfachsten sitzt man auf dem Ball und hebt abwechselnd die Knie an.
Die zweite ist die „liegende Kobra“. Diese Übung auf dem Wellness Ball beansprucht die Bauchmuskeln in ähnlicher Weise wie die Jockey-typische kauernde Haltung auf dem Pferd.
Die letzte Übung ist die „schwebende Kniebeuge“. Sie sieht schwerer aus, als sie ist, und trainiert den geraden Bauchmuskel (Musculus rectus abdominis), den quer verlaufenden Bauchmuskel (Musculus transversus abdominis) und die Muskeln im unteren Rücken. Außerdem ist sie ein sehr guter Schutz vor bestimmten Verletzungen.

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