Wie man Stress bewältigt

In einer sich kontinuierlich entwickelnden und vorwärts gerichteten Welt, in der sich alles um Erfolg, Geld und Schnelligkeit zu drehen scheint, ist Stress eines der Risiken des Alltags geworden.

Das Wort „Stress“ gehört heute zu unserem normalen Wortschatz. Wir alle haben es schon einmal verwendet, um eine schwierige, angespannte, sorgenvolle oder beängstigende Situation zu beschreiben.

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Wir befinden uns Tag für Tag in stressigen Situationen, im Beruf, in der Familie oder in unserer Beziehung. Nie scheinen wir genug Zeit für das zu haben, was wir tun müssen. Wir haben Fristen einzuhalten, Rechnungen zu bezahlen, Kinder zu beaufsichtigen und so weiter und so fort. Und das Ergebnis? Wir vergessen, etwas für uns selbst zu tun und können in einen Zustand von Unruhe und Stress verfallen, der nicht selten negative und gefährliche Folgen hat.

Stress kann zu einem schlechten Gedächtnis und Konzentrationsstörungen, Muskelanspannung, Schlaflosigkeit übermäßiger Gewichtszunahme- oder unerwünschtem Gewichtsverlust, Nervosität, Übermüdung am Tag, Apathie und vorzeitigem Altern führen.

Viele von uns neigen dazu, diese Probleme zu unterschätzen, und glauben, dass „es nur eine Phase ist, die vorübergeht“ oder „Ich bin nur ein bisschen gestresst, das ist alles.” Sie können natürlich alles unter den Teppich kehren und sagen, dass Sie „nur eine schwierige Zeit haben“ oder dass „die Dinge eben so sind und dass das Leben einfach schwer ist”. Aber das ist mit Sicherheit nicht die beste Lösung und weder hilfreich noch konstruktiv.

Was also ist Stress? Und was können wir dagegen tun?

Medizinisch gesehen ist Stress ein beliebiger (physischer, chemischer, psychologischer, usw.) Faktor, der längerfristig auf den Körper einwirkt, ein Stimulus, der zu einer Reaktion führt. Diese Reaktionen werden durch die Aktivierung des sympathischen Nervensystems und durch die Nebennieren vermittelt. Glukokortikoide, von denen das Wichtigste das Kortisol oder das Stresshormon ist, werden in der Nebennierenrinde produziert. Sie fördern die Verwertung von Fett, den Proteinabbau und damit die Zerstörung von Muskelmasse. Sie erhöhen die Glukoseausschüttung aus der Leber ins Blut, unterdrücken die Freisetzung und Aktivität des Wachstumshormons und üben eine immunsuppressive Wirkung aus, das heißt, sie reduzieren die Effektivität des Immunsystems.

Mit den folgenden einfachen Regeln lässt sich Stress verhindern, reduzieren und bekämpfen

 

Sorgen Sie gut für sich selbst und achten Sie auf Ihren Körper

Ihr Körper sendet Ihnen immer Signale, um Ihnen zu sagen, was Sie brauchen. Wenn Sie Hunger haben, gönnen Sie sich einen Snack, missachten Sie Ihren Wunsch nach Essen nicht. Sind Sie müde, dann ruhen Sie sich aus. Wenn Sie glauben, Dampf ablassen zu müssen, rufen Sie eine Freundin an. Wenn Sie relaxen möchten, machen Sie einen Spaziergang. Mit anderen Worten: Tun Sie, was Ihr Körper verlangt. Schon bald werden Sie merken, dass Sie abends weniger müde und nervös sind.

Versuchen Sie, sich regelmäßig körperlich zu betätigen

Körperliche Aktivität spielt eine wichtige Rolle bei der psychologischen Stressbewältigung. Sie reduziert Unruhe und die Symptome einer leichten Depression und hilft auf diese Weise, physischem Stress standzuhalten.

Es gibt zahllose Möglichkeiten, Ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Sind Sie angespannt, dann empfiehlt es sich, herunterzuschalten, zum Beispiel mit Radfahren oder Spazierengehen. Diese Aktivitäten, wenn sie regelmäßig 30 Minuten pro Tag ausgeführt werden, helfen Ihnen, zu entspannen und Ihren Gesamtstresspegel zu senken. So können Sie beispielsweise ein innovatives Herztrainingsgerät wie das Cross Personal nutzen.

Aktivitäten von höherer Intensität sind wiederum perfekt geeignet, um Gefühle wie Ärger, Frustration und Ohmacht loszuwerden. Sie helfen auch, Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Selbstbild zu verbessern und Sie lernen, wie man sich Ziele setzt und sie verwirklicht. Überdies erhöhen sie Ihren Noradrenalinspiegel. Das ist das Hormon, das vom Nebennierenmark produziert wird und der Bekämpfung von Depressionen zugeschrieben wird. Bei körperlicher Betätigung steigt Ihr Plasmanoradrenalinspiegel und dies wiederum lindert die Symptome einer Depression.

Gruppentraining, im Sportstudio oder im Freien, ist ebenfalls eine ausgezeichnete Möglichkeit, positive Erfahrungen zu teilen, gemeinsam etwas zu leisten, Dampf abzulassen und einfach in Gesellschaft anderer Spaß zu haben.

Sport erhöht den Endorphinspiegel im Gehirn. Diese Chemikalien haben, wie Morphine, einen betäubenden Effekt, der Freude und Wohlbefinden fördert.

Meditation und Atemübungen

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie Ihre physische Aktivität mit Meditation oder autogenen Trainingstechniken kombinieren, bei denen Sie sich durch Tiefenanalyse Ihres Körpers und passive Gefühlsanalyse (z.B. schwere Glieder, Wärme, Atem, Regulieren Ihres Herzschlags usw.) auf sich selbst konzentrieren.

Denken Sie an das Sprichwort „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“ und daran, dass beide eng miteinanderverbunden sind. Deshalb sollten Sie versuchen, beiden gerecht zu werden, um ein glückliches und gesundes Leben zu führen.