Unter dem Gürtel - halten Sie Ihre Beine beim Laufen fit

Laufen ist eine gute Methode, sich fit zu halten, und bringt viele Vorteile für Ihre Gesundheit, Fitness und Ihr allgemeines Wohlbefinden. Wie bei allen sportlichen Tätigkeiten sollten Sie sich jedoch der Risiken von Verletzungen bewusst sein und wissen, wie sie diese erkennen und damit (zu Hause oder unterstützt durch Ihren Arzt) umgehen sollten. Wenn Sie Pech haben und eine Verletzung erleiden, hilft Ihnen dieses Wissen, so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen und Laufen zu können.

Die häufigsten Verletzungen können oft vermieden werden, da sie das Ergebnis von Überdehnungen und Verstauchungen aufgrund des übermäßigen Gebrauchs oder der falschen Form von Technik oder Ausstattung sind. Wenn es zu Verletzungen kommt, kann eine frühe Erkennung derselben und eine unverzügliche Behandlung ihre Behebung fördern und Langzeitschäden reduzieren. Das MYRUN -Laufband von Technogym hilft dabei, Verletzungen zu vermeiden, indem es Ihren Laufstil durch direktes und unmittelbares Feedback verbessert.

Die meisten Verletzungen dieser Art sind leicht oder moderat, weshalb sichergestellt werden sollte, dass sie schnell geheilt werden, damit sie sich nicht verschlimmern.  In diesem Artikel wird erklärt, wie Sie einige der häufigsten Verletzungen anhand ihrer Symptome erkennen und sie schnell und effektiv behandeln können, damit Sie möglichst schnell wieder auf die Beine und zum Laufen kommen.

Beine

  1. Muskelzerrungen 

Ursache: Muskelzerrungen sind das Ergebnis von einem Riss im Muskel oder den Sehnenfasern. Sie kommen häufig bei Sportarten vor, bei denen die Gliedmaßen wiederholt angespannt und gedehnt werden.  Muskeln sind wie Kaugummi. Je länger Sie darauf herumkauen, desto nachgiebiger wird dieser und kann immer länger gezogen werden, ohne dass er zerreißt. Ein gutes Aufwärmtraining vor einer intensiven Muskelbeanspruchung macht diese dehnbarer und weniger anfällig für Verletzungen. Wenn Sie Ihre Muskeln vor einem intensiven Training nicht aufwärmen, ist das, als würden Sie versuchen, ein frisches Kaugummi langzuziehen. Es ist dann nicht dehnbar und tendiert, wenn es langgezogen wird, eher dazu, einzureißen oder zu zerreißen. Folgende Muskelzerrungen sind unter Läufern üblich:

Wade

Symptome: Hängt vom Schweregrad ab– Spannungsgefühl, Schmerz beim Bewegen, Krämpfe, Schwellungen und Blutergüsse, Berührungsempfindlichkeit. Nicht so häufig sind starke und plötzliche Schmerzen, wenn der Muskel vollständig gerissen oder angerissen ist und Sie auf dem betroffenen Bein nicht gehen können. 

Leiste

Symptome: Schmerzen und Schmerzempfindlichkeit an der Leiste und der Innenseite des Oberschenkels sowie wenn Sie Ihre Beine schließen oder Ihr Knie heben, ein Riss- oder Bruchgefühl, wenn es zur Verletzung kommt, anschließend ein scharfer Schmerz. 

Achillessehne

Symptome: Abhängig vom Schweregrad – plötzlicher und starker Schmerz beim Training, begleitet von einem Riss- oder Bruchgefühl, Schmerzen an der Rückseite des Oberschenkels und am unteren Teil des Gesäßes beim Gehen, Strecken des Beines, Vorbeugen des Oberkörpers, mangelndes Geh- oder Stehvermögen, Schmerzempfindlichkeit oder Blutergüsse. 

Behandlung: Unabhängig davon, welche Muskelgruppe betroffen ist, sollten bei einer leichten oder mäßigen Muskelverzerrung in einem der oben genannten Bereiche die PECH-Regeln angewandt werden: 

Pause
Eis
Compression
Hochlagern

Auch entzündungshemmende Schmerzmittel (denken Sie daran, dass diese Medikamente Nebenwirkungen haben können und Sie sie daher nur für kurze Zeit einnehmen sollten, sofern Ihnen Ihr Arzt nichts Gegenteiliges sagt) und spezielle muskelstärkende Übungen sind ebenfalls effektiv.

  1. Piriformis-Syndrom - Ischiabeschwerden

Ursache: Der Piriformis-Muskel ist ein wichtiger Muskel, der bei fast allen Bewegungen des Unterleibes zum Einsatz kommt. Er liegt tief in der Gesäßmuskulatur. Er stabilisiert das Hüftgelenk und hebt und dreht den Oberschenkel vom Körper weg.  Zu Schmerzen kommt es, wenn der Piriformis-Muskel gegen den Ischianerv gedrückt wird.

Symptome: Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit im Rückenbereich bis zum Bein hinunter. Dies verschlimmert sich beim Treppensteigen oder Sitzen.

Behandlung: Pausieren und Dehnen: Setzten Sie sich mit dem Knöchel auf dem Oberschenkel des anderen Beines hin; lehnen Sie sich nach vorn und zählen Sie in dieser Haltung bis 15. Dreimal pro Seite wiederholen. Wenn Sie Ihr Trainingsprogramm wieder aufnehmen, vermeiden Sie es, auf unebenen Flächen oder Hügeln zu Laufen. Achten Sie auf eine korrekte Haltung, wärmen Sie sich gut auf und machen Sie die richtigen Dehnungsübungen.

  1. Knochenhautentzündung

Ursache: Knochenhautentzündung ist ein allgemeiner Begriff zur Beschreibung von durch sportliche Überlastung ausgelöste Schmerzen, die durch belastendes und langes Laufen auf hartem Untergrund wie Straßen und Pflastern entstehen. Das Risiko wird größer, wenn Sie seit weniger als fünf Jahren laufen, falsche/abgetragene Schuhe verwenden oder übergewichtig sind, flache Füße, straffe Wadenmuskeln oder schwache Knöchel haben.

Symptome: Schmerzen im Schienbein (Tibia) entlang der Innenseite desselben. Zunächst ist der Schmerz dumpf, er kann sich aber stark zuspitzen, wenn Sie ihn ignorieren und weitertrainieren.

Behandlung: Eine Pause, Eis und rezeptfreie Arzneimittel sind die üblichen Behandlungsmethoden.

Es kann nicht verhindert werden, dass Sie sich eventuell verletzen, aber falls es dazu kommen sollte, machen Sie eine Pause und lassen Sie die Verletzung heilen, bevor Sie weitertrainieren. Die meisten Zerrungen und Verstauchungen sind leicht oder mäßig und können von zu Hause aus mit der PECH-Methode behandelt werden (Pause, Eis, Compression, Hochlagern). Es ist sehr wichtig, dass Sie sich um sich selbst kümmern, denn nur so werden Sie lange, mit Spaß und verletzungsfrei Laufen können. Denken Sie daran, stets einen Arzt oder Physiotherapeuten aufzusuchen, wenn Sie starken Schmerz empfinden oder sich um die Schwere einer Verletzung sorgen.